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Klimawandel
Oh, meine Mitmenschen, meine Species, warum ist uns alles
so kackegal?
Unsere kleinen Sorgen füllen Bibliotheken und Fernsehprogramme
und die
großen haben wir längst abbestellt. Sind durch
den Spamfilter ins unbegreifbare Abseits gedrängt. Wir
sind dabei unsere Lebensgrundlagen zu zerstören, zumindest
so zu verändern, dass das Überleben an einigen Teilen
der Erde zu einer Unmöglichkeit wird. Die Erwärmung
unseres Klimas und eine zunehmende globale Verdunklung sind
ein Produkt unserer sogenannten Zivilisation, die sich maßlos
auf Kosten anderer, die sich dagegen nicht wehren können,
bereichert. Seit Jahrhunderten sind hauptsächlich christliche
Völker unterwegs in ihrem vermeintlichen Recht mit der
Überlegenheit ihrer Technologien, um andere scheinbar
befremdliche Völker derselben Species zu versklaven,
auszubeuten und zu ermorden. Heutzutage übernimmt ein
global wirkendes kapitalistische Wirtschaftssystem den Platz
des Selektierers und Henkers und wir nehmen nicht nur auf
den Zuschauerrängen teil. Ob wir nun wollen oder nicht.
Im Folgenden geht es um Öl, Kohle und Erdgas, eben um
fossile Brennstoffe. Deren Nutzung, worauf in den industrialisieren
Ländern nahezu alles basiert, führt zu einer Veränderung
der Atmosphäre. An diesem Punkt hört der Spaß
auf.
Fossile Brennstoffe
Zu den fossilen Brennstoffen gehören sämtliche
im Erdinneren eingelagerten Energieträger, wie Kohle,
Erdöl und Erdgas. Ursprünglich aus Biomasse über
Jahrmillionen entstanden, zählen diese Substanzen heute
zu den meist verwendeten Energielieferanten zur Wärme-
und Stromgewinnung. Außerdem dient Erdöl als Ausgangsstoff
für Kunststoffe und im Moment sogar leider noch zur Wasserstoffgewinnung
aufgrund der günstigeren Herstellungskosten. Kernenergie
gehört nicht zu den fossilen Brennstoffen.
Fossile Brennstoffe werden als nichtregenerativ bezeichnet,
ihre Nutzung wird also endlich sein. Die Prognosen über
die Reserven sind verschieden, aber sicher ist, dass auf der
Erde stetig mehr Energie gebraucht wird, um Lebensstandards
zu halten oder zu verbessern. Die Folgen des massiven Energiekonsums
sind zweitrangig, solange das Geld und einflussreiche Lobbys
diese Szenerie beherrschen. Es wird auf Kosten der Natur gewirtschaftet
und das wird sich mittel- und unmittelbar ebenfalls auf die
menschliche Gesundheit auswirken.
Es gibt eine interessante These (J. Lovelock: Gaia - Die
Erde ist ein Lebewesen, 1991), welche besagt dass in der Erdevolution
die heutigen fossilen Brennstoffe abgelagert wurden, um die
Atmosphäre vom CO2 zu befreien. Schaut man sich hierzu
die Uratmosphäre an, könnte das eine Möglichkeit
sein. Die Zusammensetzung bestand früher aus jeder Menge
CO2, Methan und kaum Sauerstoff. Mittlerweile sind es rund
78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 0,03% CO2 und ein paar
Edelgase. Dieser Wandel hat seine Zeit gebraucht und ohne
diesem wäre es hier nach wie vor sehr unwirtlich.
Es gibt Alternativen zum Erdöl in vielerlei Bereichen
(Beispiele):
- Biokunststoffe (PHA - Polyhydroxyalkanoate, PHB - Polyhydroxybuttersäure,
Synthesen aus Polymilchsäure - Polylactat, PLA) sind
komplett kompostierbar
- Treibstoffe für Autos: Bioethanol: wird seit der
Ölkrise in den 70er in Brasilien sehr stark genutzt
und erlebt derzeit eine Renaissance - hierzulande wird es
zu maximal 5% dem Benzin beigemischt. Biodiesel (Rapsölmethylester)
aus nachwachsenden Rohstoffen - gute Ökobilanz
- Dem Wasserstoff als Brennstoff und Energiespeichermöglichkeit
wird die Zukunft gehören. Sobald dieser wirtschaftlich
durch Solarenergie oder Windkraft elektrolytisch erzeugt
werden kann, werden wohl Autos auf Brennstoffzellenbasis
fahren. Abgas wäre lediglich Wasser.
- Energiegewinnung: Solarenergie (praktisch für Hausdächer),
Windenergie, Geothermie (Erdwärme), Gezeitenkraftwerke,
Wasserkraft (wird hierzulande stark genutzt, kaum noch Wachstumsmöglichkeiten,
ist außerdem ökologisch umstritten wegen des
Getiers im Wasser)
Leider ist der Bedarf an Energie viel höher, als derzeit
regenerativ gedeckt werden könnte. Muss aber zukünftig
nicht so bleiben, denn von der Primärenergie (Öl,
Kohle, Uran...) werden am Verbraucher selbst durchschnittlich
nur noch 10% genutzt. Der Rest geht einfach nur als Wärme
verlustig. Also Energiesparmaßnahmen treffen! Außerdem
können vermehrt Energiepflanzen (Raps: Öl; Zuckerrüben,
Kartoffeln, Mais, Getreide: Zucker, Stärke - Ethanol)
angebaut werden. Der Markt für Wind- und Solaranlagen
boomt glücklicherweise im Moment, wird aber unter Merkel
wohl weniger subventioniert werden. Die will lieber die alten
AKWs noch länger in Betrieb lassen, obwohl dafür
langsam auch die Arbeitskräfte rar werden, denn wer will
denn noch was lernen, womit er (zumindest in D) keine allzu
lange Zukunft hat.
Mit dem drohenden Regierungswechsel ins pechschwarze Elend
soll ja auch die deutsche Abhängigkeit vom Öl wieder
zunehmend forciert werden. Angeblich um die Wirtschaft anzukurbeln.
Deutschland - total kaputt. Kyoto plus, eine freiwillige Erklärung
der Wirtschaft - freiwillig? bruhaa! Unser großer Freund
im Westen George W. Bush (möge er nicht nur als die größte
Umweltsau des 21. Jahrhunderts anal in die Geschichte eingehen)
setzt auf ähnlich einfallsreiche Kalauer mitsamt seiner
Achse der Wohlduftenden (Australien, Südkorea u.a.).
Mit den zumeist angelsächsischen Allmachtsphantasien,
vorgetragen mit genetisch vererbter Arroganz, sind also zur
Zeit leider die Handlungsmaxime bestimmt. Pfui. Themawechsel.
Treibhauseffekt
CH4 + 2O2 --> CO2 + 2H2O (Verbrennung von Methan / Hauptbestandteil
von Erdgas)
Kohlendioxid ist das Produkt bei allen Verbrennungen fossiler
Brennstoffe und auch der größte Faktor, der uns
Sorgen bereitet.

Der anthropogene Einfluss auf den globalen Kohlenstoffkreislauf
mag vielleicht im Verhältnis zum natürlichen gering
sein, zeigt sich aber in der Wirkung alles andere als bescheiden.

Verantwortlich für den CO2-Anstieg in der Atmosphäre
sind nicht allein die Verbrennungsprozesse, sondern auch das
schrumpfende Potential, Kohlendioxid zu binden. Das ist hauptsächlich
auf großflächige Rodungen im tropischen Regenwald
zurückzuführen.
Der Treibhauseffekt resultiert aus der Strahlungsbilanz. Rund
1/3 geht ohne Wirkung direkt wieder in den Weltraum zurück
und 2/3 werden am Boden bzw. in der Atmosphäre absorbiert
(siehe auch Grafik). Die von der Erdoberfläche reflektierte
Sonnenstrahlung wird als Infrarotstrahlung wieder abgegeben
und die Treibhausgase, zu denen neben CO2 auch Methan (CH4),
Lachgas (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), Ozon (O3) und einige
FCKWs gehören, können diese absorbieren und als
Wärme freisetzen. Der originäre "natürliche"
Treibhauseffekt sorgt für ein thermodynamisches Gleichgewicht
im Wärme- und Energieaustausch, ohne den es auf der Erde
36°C kälter wäre (Jean-Baptiste Fourier, 1827).
Die Folge dieses zusätzlichen anthropogenen Rückhalteeffekts
ist eine weitere Erderwärmung, welche katastrophale Konsequenzen
hat. Die Ozeane können diese drohende Erwärmung
(um 3 - 9 °C bis zum Jahr 2100) zwar noch 3-4 Jahrzehnte
puffern, dennoch bergen dergleichen Klimaveränderungen
in einem für die Erdevolution viel zu kurzen Zeitintervall
enorme Risiken für globale Ökosysteme. Es wird mit
einer Verschiebung der Vegetationszonen in den mittleren Breiten,
Versteppungen und Ausweitungen von Wüsten gerechnet.
Gletscher und Polkappen schmelzen jetzt bereits in beängstigenden
Ausmaßen und führen letztlich zum Anstieg der Meeresspiegel.
Konsekutiv könnten in Zukunft ganze Landstriche (Bangladesh,
Hamburg etc.) untergehen. Außerdem sind schon bemerkbar
die Anzahl und Stärke der Unwetter und Naturkatastrophen
gestiegen. Blicke in die Zukunft sind sehr gewagt bei einer
derartigen Komplexität der Zusammenhänge zwischen
Bio- und Atmosphäre, aber es gibt Stimmen, die behaupten,
dass agrarwirtschaftlich der Düngeeffekt des atmosphärischen
Kohlendioxids sich positiv auf die Erträge auswirken
könnte (Nachtrag: nur bei anwachsenden Pflanzen - jedenfalls
nehmen ausgewachsene Bäume bei zusätzlicher CO2-Begasung
zwar mehr auf, geben es allerdings über die Wurzeln und
Bodenorganismen wieder ab - (http://www.netzeitung.de/spezial/klimawandel/354915.html).
Hinzu kommt, dass durch die Verschiebung der Vegetationszonen
auch die Anbaugebiete von Nutzpflanzen in bisher unfruchtbare
Regionen sich ausweiten können. Diesen Optimismus teilen
allerdings die wenigsten Wissenschaftler. Die Natur macht
zwar keinen Unterschied zwischen arm und reich, aber auch
hier ist dennoch zu befürchten, dass die sogenannte dritte
Welt am meisten unter den Klimaveränderungen zu leiden
hat. Das wiederum könnte politische und sozioökonomische
Konsequenzen haben, deren Dimensionen noch schwieriger abzuschätzen
sind.

Die Versuche, dem CO2-Ausstoß Herr zu werden (Kyoto-Protokoll,
Sequestrierung, Förderung der regenerative Energien etc.)
sind hoffentlich ein Anfang für ein erfolgreiches Umdenken
und Handeln. Sogar in den USA regt sich schon einiger ernstzunehmender
Widerstand (sogar aus der eigenen Partei, z.B. Schwarzenegger)
gegen George Bushs abwegige Ansicht der angeblichen wirtschaftlichen
Nachteile.
Globale Verdunklung
Nach der BBC-Reportage
"Schwarze Sonne" sind hier noch einige Dinge
hinzuzufügen:
Es gibt ein weiteres klimatisches Phänomen anthropologischen
Ursprungs, dass eigentlich dem Treibhauseffekt entgegenwirkt,
aber nicht wirklich Abhilfe schafft: die globale Verdunklung
(global dimming).
Staub, Ruß und anderer Dreck, der in die Luft geblasen
wird (Schwefeloxide, Stickoxide etc.) bilden in der Atmosphäre
zusammen mit Wasserdampf, der daran kondensiert, quasi künstliche
Wolken, die ein Durchkommen des Sonnenlichts zur Erdoberfläche
blockieren. In den letzten 30 Jahren ist dem Bericht zufolge
die Strahlungsintensität um durchschnittlich über
10% gesunken. Das Licht wird durch die spiegelnden Tröpfchen
wieder zurück in den Weltraum reflektiert. Die Verdunklung
bewirkt natürlich eine Abkühlung der Atmosphäre,
also das Gegenteil dessen, was der Treibhauseffekt produziert.
Es wird dennoch im Gesamten wärmer, also wurde der Treibhauseffekt
bislang immer unterschätzt. Wenn man bedenkt das rund
10% des Sonnenlichts fehlt, 10% der Energie aus der Sonnenstrahlung,
was e-on mit 1 Millionen Jahre Kraftwerksbau nicht kompensieren
könnte (behaupte ich einfach mal), dann muss die Menge
der Treibhausgase wirklich enorm sein, um trotzdem eine globale
Erwärmung hervorzurufen.
Würde man die Luftverschmutzung beseitigen, wäre
zwar das Problem der Verdunklung gelöst, bekäme
man aber die volle Wucht unserer Treibhausgase zu spüren.
Seit dem Ende der 80er Jahre ist uns mit dem Waldsterben die
Problematik des sauren Regens deutlich vor Augen geführt
worden und mittlerweile gibt es sinnvolle Grenzwerte für
Industrie- und Abgasemissionen jeglicher Art, nur das Problem
der CO2-Emissionen ist als solches damals nicht erkannt worden.
... Die Intensität der Sonneneinstrahlung beeinflusst
den Wechsel von Regen- und Trockenzeit in vielen Regionen
der Erde. Neue Forschungen belegen, dass zum Beispiel Dürrekatastrophen
der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts, die Tausenden in Äthiopien
das Leben kosteten, in direktem Zusammenhang mit diesem Phänomen
stehen. Es gibt bereits weitere Alarmzeichen: In Indien setzt
der Monsunregen von Jahr zu Jahr später ein. Was passiert,
wenn er irgendwann ganz ausbleibt?...
Was hier behauptet wird, ist sicherlich schwer nachzuweisen,
schafft aber einen Zusammenhang zwischen unserer konsumlastigen
Lebensweise und Hungerkatastrophen. Industrialisierte Nationen
= Mörder (vielleicht) wider Willen, zumindest fahrlässige
Tötung?
Der Doku zufolge würden bei einer Erwärmung von
2°C innerhalb von 20 Jahren nicht nur die Gletscher Grönlands
mächtig schmelzen, sondern auch dort gefrorenes und somit
gebundenes Methanhydrat vom Meeresgrund sich lösen. Methangas
bildet ein sehr viel verheerenderes Treibhausgas als CO2.
Wenn der CO2-Ausstoss nicht gebremst und auf ein verträgliches
Maß reduziert wird, und wenn weiterhin Ruß, Staub
und SO2 etc. in die Atmosphäre geblasen wird, prophezeit
uns "Schwarze Sonne" zum nächsten Jahrhundertwechsel
eine globale Erwärmung von 10°C. Schön warm.
Schöne Sandstürme in Deutschland, ertrinkende tiefliegende
Städte und Länder und einen brennenden Regenwald.
Und das ist das Ende einer großen humanen Population
auf diesem Planeten. Schuld sind wir selbst!
Als Nutznießer eines zerstörenden Systems.
Kapitalismus und Erdöl
Was kostet der Barrel Öl? Im Moment steigend um die
60 bis 70 Dollar. Reiner Marktpreis. Und wirklich?
Hier muss festgestellt werden, dass unsere Wirtschaft ohne
Öl überhaupt nicht existieren kann, also quasi süchtig
ist. Jeder Depp muss Auto fahren, seine Wohnung heizen und
Semmeln, Wurst, Käse, halt alles in Polyethylen oder
sonst was eingeschweißten Packungen bei Aldi oder anderen
Ausbeuterbetrieben und Konzernen kaufen. Überall wird
Öl benutzt als Ausgangsprodukt.
Was passiert eigentlich, wenn es die Ölreserven erschöpft
sind? Die Frage stellt sich automatisch, ist aber jetzt noch
nicht zu beantworten. Es werden in rund 50 Jahren die Ölreserven
erschöpft sein, die momentan leicht zugänglich sind,
wie z.B. in den arabischen Ländern, aber es gibt in tieferen
Gefilden und auch vermischt und gebunden in Sanden z.B. in
Kanada noch einige Hektoliter, deren Förderung allerdings
ökologisch problematischer (man braucht Schwefelsäure
-> SO2 Abgase in die Umwelt) und freilich sehr viel teurer
ist.
Fakt wird, dass Erdölexportierende Länder ganz böse
und gemeine Preise verlangen werden. Die Nachfrage ist im
Moment (wegen des Hurrikans "Katrina") höher
als das Angebot. Angeblich wird ab dem Jahre 2007 das zur
Normalität. Zuwenig wird in neue Fördermöglichkeiten
investiert. Ist ja auch gut so, das Zeug liegt ja nicht grundlos
zwischen Erdschichten verborgen. Bei weiter steigenden Preisen
werden auch alternative Energien irgendwann wirtschaftlich.
Man kann nur hoffen, dass dem bald so ist. Besser gestern
als heute.
Was kostet das Öl? Unsere Freunde im Westen, von denen
wir so manch Errungenschaft übernommen haben, die wir
sicherlich brauchen, haben eine ganz eigene Rechnung. Der
Verbraucher zahlt den normalen Preis des Handels inklusive
Steuern und der Staat, also auch wieder der Verbraucher mitsamt
einiger chinesische Banken, die es den USA leihen, zahlen
zusätzlich den Preis der Requirierung und der Ölquellensicherung
im nahen Osten samt deren traditionell unwestlichen Regierungen
und Mentalitäten, wogegen sie aber dann doch Unsummen
zum bekriegen ausgeben. Noch mal: erst Öl haben wollen,
anbiedern, sich abhängig machen von totalitären
Regimes und wenn es schief läuft wie im Irak, dann rappelt
es in der Munitions-Kiste. Diese Blutgrätsche am Ölberg
zwischen heiliger Geist (getarnt im demokratischen Zweireiher)
und Turkey vor den Bakterien in König Fahd zeugt von
einer Suchtkrankheit! Und diese USA will auch noch moralisch
und ethisch uns ein Vorbild sein? Heiligs Blechle! Not macht
erfinderisch.
Was auch immer der Krieg kosten mag, in Dollar und umgerechneten
Menschenleben (heute besonders günstig, weil zumeist
schwarz ohne sonstiger Chance), es müsste eigentlich
schon längst Anlass zum Nachdenken geben. In Deutschland
gibt es das Phänomen des spontanen willkürlichen
Militäreinsatzes zum Glück nicht mehr (Dank SPD
keine Irakkriegsbeteiligung, da war die Union sehr uneins!
Schon wieder Pfui!).
Wenn die Amerikaner bilanzieren könnten, würden
sie in ihrem Fall möglicherweise sogar, ohne wahrscheinliche
Kosten für Reparationen an der Umwelt mit einzubeziehen,
sofort auf regenerative Energien umschwenken. Sie hätten
das Potential an Fläche, Sonneneinstrahlung und Wind.
Das Know-how wäre vorhanden, der Wunsch vieler US-Bürger
wäre es auch, aber irgendwas ist faul in diesem Land.
Öl und Kirche. Lobbyismus und Fundamentalismus. Bush.
(siehe auch SZ-"Das politische Buch" 29.8.05)
Zu guter letzt ein erfreuliches Thema: Der Treibhauseffekt
ist verantwortlich für vermehrt auftretende Naturkatastrophen.
Überschwemmungen, Stürme, Hitze etc. und das kostet
Geld. Das Gute daran: die Versicherungen haben es mittlerweile
begriffen. Spätestens seit dem Katastrophenjahr 2004
(in den USA) werden alle Policen teurer, die Katastrophenschäden
betreffen. Was viel Geld kostet, muss auch viel wert sein,
also wird vielleicht die Umwelt mal auf diesem Wege ernster
genommen.
Und aktuell: New Orleans geht baden. Wie man in den Nachrichten
verfolgen kann, trifft es die ärmsten am stärksten.
Anhang
Interessierte können in Fachliteratur und Internet einen
unglaublichen Fundus an Informationen finden, z.B. bei greenpeace,
wer es gerne radikal und einfach beschrieben schätzt.
Außerordentlich interessant:
Dr. Felix Christian Matthes, Dr. Hans-Joachim Ziesing: Sicherheit
der Rohstoffversorgung - eine politische Herausforderung?!
Kurzstudie für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die
Grünen; Berlin, im Februar 2005
Über: gruene-fraktion.de/cms/energie_klima/dok/62/62094.htm
Kurze Fassung - Thesen:
gruene-fraktion.de/cms/energie_klima/dokbin/62/62107.pdf
Lange Fassung: gruene-fraktion.de/cms/energie_klima/dokbin/62/62113.pdf
Christian Sartorius: Energie- und Stoffflüsse im ökologischen
und ökonomischen Zusammenhang; Max-Planck-Institut zur
Erforschung von Wirtschaftssystemen Abteilung für Evolutionsökonomik
tu-berlin.de/~energiesysteme/downloads/publications/sarto_1999_.pdf
Dr. Thomas Göllinger; Skript der Vorlesung "Nachhaltige
Energiewirtschaft" SS 2004 Uni Siegen
Universität Stuttgart Institut für Energiewirtschaft
und Rationelle Energieanwendung; T. Marheineke, W. Krewitt,
J. Neubarth, R. Friedrich, A. Voß: Ganzheitliche Bilanzierung
der Energie- und Stoffströme von Energieversorgungstechniken;
August 2000
opus.uni-stuttgart.de/opus/portal/433/fulltext_link.php?id=694
Zusammenfassende Studienarbeit über "Energie,
Stoffströme und Bilanzierungen in Ökologie und Technik"
als PDF
Hardy, Sept. 2005
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