KRITIKEN

 


"Endlich mal wieder eine Platte aus dem "Für- Normalsterbliche- einfach- unausstehlich" -Sektor. Wer sich zum ersten mal die 68 Minuten des Debütalbums der Münchener Autozynik zu Gemüte führt wird wohl ernsthaft daran zweifeln, ob die Band das Ganze hier ernst meint oder man nicht gerade eine Verarschung höchster Perfektion über sich ergehen lässt. Disharmonischer Gesang, der an frühe Deutschpunkbands erinnert und in insgesamt drei verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Serbokratisch) daherkommt, dazu ständig variierende Musik, die sich am ehesten noch als traditioneller Folk-Psychopunk charakterisieren lässt, ergeben eine Melange, die sich nicht unbedingt als nette Hintergrundmusik fürs nächste Kaffeekränzchen eignet. Mit viel Pathos werden die zumeist nicht so ganz leicht verständlichen Inhalte präsentiert, kreischende Zwischentöne und Geräusche aus der Tierwelt und sonstigen Umwelt gehören zum irritierenden Sound-Cocktail ebenfalls dazu und verlangen eine Menge Aufmerksamkeit vom Hörer. Wer also demnächst mal wieder einige surreale Stunden vor den heimischen Lautsprechern verbringen will, möge sich das Polka-Punk-Debüt der innovativen Musiker geben, alle anderen seien gewarnt, denn diese Soundvielfalt könnte so manchen arglosen Musikliebhaber in den Wahnsinn treiben."

WasteOfMind:
"Ethno Chaos"


Plattenkritik "Plasticbomb"
 

"Plastic  Bomb"
Sept. 99


"Prinz"
Dez. 00

Das ist Country! AUTOZYNIK aus München stehen auf Volksmusik, spielen gerne Punk und singen ab und zu russisch. Ein wenig krank ist sowas ja schon. Und gut. Immer schön um die Schublade herum gespielt. Da kommen ganz ruhige Momente mit depressivem Gesang, dann kurz fetter Hardcore, plötzlich wieder mal Punk mit Quetsche, sogar Tango auf russisch und seltsame Gedichte mit ekelhaftem Techno im Hintergrund.
AUTOZYNIK klingen wie Wodka, wie EA80 in Begleitung der Wolgaschiffer-Chöre, wie Ivan Rebroff auf Speed.
Wenn Anarchie eine Melodie hat, dann ist es diese.
Mal sehen, wie lange die noch frei rumlaufen dürfen. Pflicht!

"Wenn Anarchie eine Melodie hat, dann ist es diese."

Rezension im OX


AUTOZYNIK ist eine Band, die man eigentlich nicht in eine Schublade stecken kann. Es gibt düsteres Postpunk-Gedröhne, was sich abwechselt mit Eläkeläiset-Polka-Rhythmen mit EA80-ähnlichem Gesang (dieser Vergleich drängt sich die ganze Zeit auf). Und beim nächsten Song ist es dann auch schon wieder ganz anders, so folgt dann z.B. ein fröhliches Rocklied über den Tod mit gemeinen Texten, was im gleichen Atemzug aber russisch angehauchte Moll-Akkorde zelebriert.
Selbst vor psychedelischen Gitarrenteppichen unterlegt mit Hammondorgel wird nicht zurückgeschreckt. Das Ganze ist dann unterlegt mit Texten in Deutsch, Englisch und Serbokroatsch. Es ist echt schwer, zur Musik von AUTOZYNIK was zu schreiben, hier empfiehlt es sich tatsächlich, mal hineinzuhören. Weniger schwer wird es die Band dann sicherlich haben, neue Fans zu finden. Nur hören müßte man sie und da wünscht man ihnen doch einen großen Vertrieb. Weitere Infos gibt es unter www.autozynik.de. (H.H.)

Was steht bei Nestor geschrieben? Nun, so grob können wir es auch übersetzen:
Deutsch, Post-Punk mit chaotischen stilistischen Spielen ... Cow Punk, Ska mit Folk, Polka... krankes Mobil (Autozynik) . Dann kommt irgendwas von wegen Bands kreuzen, dann kommt Autozynik raus. Stimme bisschen wie Rammstein [sic!] , interessanter als Offspring. Erinnerungen an Dead Kennedys und Clash in ihrer experimentellsten Zeit werden wach. Eine Vorliebe für Kühe und Schweine wird diagnostiziert. Sammlung von Stücken zwischen 1996 und 2000. Nicht kommerziell, "Intellektueller Punk" aber auch grad wieder nicht. Eine Transformation von Punk in seine theatralische Farce. Wow!

Nestor

Zwischen Adams, Ashcroft, Beatles und Bowie: AUTOZYNIK im Online Magazin "Nestor" aus Minsk!

"Eine Transformation von Punk in seine theatralische Farce"


"...nach 11 Jahren bringen die EA80 Kollegen aus Mönchengladbach wieder ein neues Album heraus!!! 16 mal deutscher Punkrock mit nachdenklich-melancholischen Texten, der die Parallelen zu EA80, AUTOZYNIK oder SERENE FALL auch kaum leugnen kann und will...dennoch haben DIE STRAFE längst einen eigenen Stil entwickelt und bilden, nicht zuletzt auch wegen der Texte, einen Gegenpol zu den die Medien dominierenden und etablierten Rock/Pop-Gruppen im Mainstream, die uns eine bunte Welt mit strahlenden, dynamischen, stets kauffreudigen Konsumenten und lächelnden, glücklichen Senioren, die ihre Rente genießen, verkaufen wollen... Wir wissen natürlich aus dem Alltag, das dieses BILD so nicht stimmt. Die Aussage bei DIE STRAFE ist daher auch anders und hat symbolisch-apokalyptischen Charakter - denn die Zukunft ist: »Schwarz«!" Indirekt: Amoebenklang über die Platte "Schwarz" von "Die Strafe"

Unser grösster Kritiker ist immernoch FEICHT. Wenn da mal ein Riff nicht druckvoll genug oder ein Break an der falschen Stelle ist, gibts Ärger! Autozynik sagt DANKESCHÖN!

 

lisa

Gleiches gilt für Lisa, deren Foto nun nach 8 Jahren auch vorliegt,... :)


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